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02.04.2016

Giacomo Puccini

Messa di Gloria

Rossini, Gioachino

Stabat mater

Konzert in Kooperation mit dem Coro Sinfónico de La Rioja

Zwischen religiöser Inbrunst und Opernbelcanto

Städtischer Musikverein Gütersloh singt italienische Chormusik

Rossini. Puccini. Wem ginge es nicht so, bei diesen Namen sogleich an schönsten Belcanto oder große italienische Oper zu denken? Wenn der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh (Einstudierung: Karl-Heinz Bloemeke) in Kooperation mit dem Coro Sinfónico de La Rioja, Logroño (Einstudierung: José Luis Barrio Bastida) zu seinem nächsten Konzert einlädt, sind es genau diese zwei Komponistennamen, die auf dem Programm stehen. Nicht mit Opernwonnen indes. Dafür jedoch mit zwei nicht minder hörenswerten Sakralwerken. Denn mag auch das kirchenmusikalische Komponieren der beiden italienischen Meister weniger bekannt sein als ihr Opernschaffen – mit Giacomo Puccinis (1858–1924) „Messa di Gloria“ sowie dem „Stabat Mater“ von Gioachino Rossini (1792–1868) können sich die Besucher auf Werke voller musikalischer Glanzpunkte freuen.

Bereits im Alter von 21 Jahren – gewissermaßen als Examensarbeit – schrieb Giacomo Puccini seine„Messa di Gloria“. Die Messe bezieht ihre Kraft aus einer selbstverständlichen liturgischen Tradition und ist zugleich vom Geist der Oper des 19. Jahrhunderts durchdrungen. Lyrische Belcanto-Melodien sind neben streng kontrapunktisch gearbeiteten Passagen zu finden. Berückend schön baut sich das Kyrie auf. Überraschend ist der Beginn des Glorias mit seinem heiteren, fast schwärmerischen Thema; beeindruckend der Einsatz der Bläser, die dem Satz Glanz verleihen. Voller Dramatik und Wucht, ohne ungezügelt und brachial zu sein, setzt das Credo ein. Hoch schlägt der Puls. Energie strömt durch jeden Takt. Man spürt das Funkeln, die Begeisterung und wohl auch ein wenig die Respektlosigkeit der Jugend. Doch auch wenn die Musik oft einen weltlich-opernhaften Charakter hat – immer steht sie im Dienste der Textausdeutung.

Ähnlich und doch ganz anders, kommt Gioachino Rossinis „Stabat Mater“ daher – eine Vertonung jenes Textes, dem die Sterbeszene Jesu und das Bild der trauernden Muttergottes unter dem Kreuz zugrunde liegt. In zehn Nummern vereint das Werk leidenschaftliche, vor Italianità sprühende Arien und Melodien sowie strengen A-cappella-Stil. Entspricht das „Stabat Mater“ auch nicht dem allgemeinen Gebrauch des Gattungsbegriffs „Kirchenmusik“ – vergleicht man es beispielsweise mit der in der Tradition der Polyphonie geschriebenen Werken eines Palestrina oder Bach –  so ist es doch trotz seiner publikumswirksamen Elemente ein Zeugnis echter Frömmigkeit. Und dank seiner genialen kompositorischen Fähigkeiten gelingt es dem Belcanto-Altmeister mit sicherer Hand, dass seine Komposition mit ihrer sakral-sinnlichen Inbrunst nicht nur überzeugt, sondern auch berührt.

Zu hören sind die beiden unkonventionellen geistlichen Chormusiken am Samstag, 2. April um 18 Uhr in der Stadthalle Gütersloh. Es singen der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh und der Coro Sinfónico de La Rioja, Logroño. Die Solopartien übernehmen Raffaela Lintl (Sopran), Ursula Thurmair (Mezzosopran), Alexander Geller (Tenor) sowie Maximilian Lika (Bass). Instrumentaler Partner der Sänger ist die Nordwestdeutsche Philharmonie. Die Leitung liegt in den Händen von Karl-Heinz Bloemeke. Ein Einführungsvortrag im Foyer der Stadthalle stimmt um 17.15 Uhr auf den Abend ein.

DATUM

02.04.2016

ORT

Stadthalle Gütersloh

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LEITUNG

Karl-Heinz Bloemeke
(Puccini, Messa di Gloria – Leitung: José Luis Barrio Bastida)

AUFFÜHRENDE

Chor Städt. Musikverein Gütersloh
Coro sinfónico de La Rioja
Nordwestdeutsche Philharmonie

SOLISTEN

Sopran:
Raffaela Lintl
Ursula Thurmair
Tenor: Alexander Geller
Bass: Maximilian Lika

 

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