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19.03.2017

Bach, Johann Sebastian

Johannespassion

Vom Leiden und Sterben Christi

Musikverein Gütersloh singt Bachs Johannespassion

 

Johann Sebastian Bachs Passionen gehören zur Osterzeit wie sein Oratorium zu Weihnachten. Das weiß auch der Chor des Städtischen Musikvereins Gütersloh und führt am Sonntag, 19. März um 18 Uhr unter der Leitung von Karl-Heinz Bloemeke in der Stadthalle Gütersloh die Johannespassion auf. Als Solisten sind Catalina Bertucci (Sopran), Ulrike Mayer (Alt), Alexander Efanov (Tenor) und Martin Berner (Bass) zu erleben. Marcus Ullmann (Tenor) konnte für die Partie des Evangelisten gewonnen werden. Matthias Nenner (Bass) singt die Jesusworte. Es musiziert die Nordwestdeutsche Philharmonie.

Dramatisch, von vokal-symphonischer Wucht sowie von höchster polyphoner Meisterschaft trifft die 1724 uraufgeführte Johannespassion den Nerv unserer heutigen kurzatmig-turbulenten Zeitläufe noch genauso wie das Publikum damals. Nicht zuletzt, weil sich in der Leidensgeschichte Jesu die existenziellen Themen des Menschseins wiederfinden: Angst, Liebe, enttäuschte Erwartungen, Reue, Freude, Verzweiflung.

Bachs Kompositionskunst sorgt dafür, dass die Hörer unweigerlich ins Passionsgeschehen hineingezogen werden. Dass es gar nicht anders geht als Anteil zu nehmen an den Figuren, deren Geschicke der geniale Thomaskantor in Töne gefasst hat. Es setzt einem zu, wie da jemand vor aller Welt zum Tode verurteilt wird und dann einen sehr qualvollen, sehr langsamen Tod stirbt. Denn all das hört der Konzertbesucher: den Verrat, das Geißeln, das Aggressive, die wilde Bosheit … dass da jemand auf barbarische Weise leidet.

 

Neben den massenhysterischen Turbachören mit Hetzern und Verführten sind in das Werk immer wieder auch Momente des Innehaltens eingeflochten: Ergreifende Choralsätze und eindringliche Arien, die der Johannespassion durch ihre jeweils ganz individuelle Instrumentalbegleitung einen besonderen musikalischen Reichtum verleihen. Und weil stets alle Emotionen durch einen für die Bachsche Tonsprache typischen Ausdrucksfilter rinnen, vermag die Musik trotz der in ihr brodelnden namenlosen Finsternis einen Trost zu vermitteln, der rein verbal ausgedrückt zynisch klänge.

Eintrittskarten

kosten 30, 25, 20 oder 10 Euro und sind ab Freitag, 17. Februar bei den Chormitgliedern sowie der Gütersloh Marketing GmbH (Berliner Straße 63, 33330 Gütersloh, Tickethotline 05241/21136-36) erhältlich. Für Schüler und Studenten gibt es gegen Vorlage eines gültigen Schüler- bzw. Studentenausweises einen Preisnachlass von 6 Euro. An der Abendkasse erhalten Schüler bis zu einem Alter von 18 Jahren freien Eintritt.

 

Zwei Veranstaltungen stimmen im Vorfeld auf den Konzertabend ein: Zum einen gibt es am Sonntag, 5. März um 18 Uhr in der Martin-Luther-Kirche eine musikalisch-theologische Einführung zur Johannespassion. Darüber hinaus können sich Hörer unmittelbar vor dem Konzert am 19. März im Foyer der Stadthalle mit einem Vortrag über das Werk informieren lassen. Beginn ist um 17.15 Uhr. Der Besuch ist jeweils kostenfrei.

DATUM

19.03.2017

ORT

Stadthalle Gütersloh

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LEITUNG

Karl-Heinz Bloemeke

AUFFÜHRENDE

Chor Städt. Musikverein Gütersloh
Nordwestdeutsche Philharmonie

SOLISTEN

Sopran: Catalina Bertucci
Alt: Ulrike Mayer
Tenor: Marcus Ullmann,
Alexander Efanov
Bass: Martin Berner,
Matthias Nenner
Diverse:
2. Quartett
Anna M. Rauer (Sopran)
Gabriele Berger (Alt)
Paul W. Hearn (Tenor)
Florian Hokamp (Bass)

Christian Schuhknecht (Violoncello)
Karolina Juodelyte (Orgel)

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Hier finden Sie alle Materialien zur Veranstaltung.

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