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Singen macht Spass

 

Dichter und Philosophen, Politiker, Künstler und Literaten aller Zeiten haben empfunden und bestätigt, dass es kaum einer anderen Kunst als der Musik so gut gelingt, Menschen ebenso zu erregen, wie zu beruhigen, zu erbauen, wie zu unterhalten. Das gilt heute in verstärktem Maße, wo uns Musik zu jeder Tages- und Nachtzeit begleitet. Wir lassen uns musikalisch wecken, wir hören Musik im Auto, oft bei der Arbeit, sogar beim Joggen, wie auch kein Film, keine Fernsehsendung ohne Musik vorstellbar ist. Sie verfolgt uns manchmal – in der Warteschleife beim Telefonieren, im Fahrstuhl, beim »Shopping«, im Gastgarten, wo man eigentlich die Stille der Natur genießen wollte. Und das, seitdem sie mechanisch verbreitet werden kann und unzählig oft wiederholbar ist. Das hat neben anderen gesellschaftlichen Veränderungen dazu geführt, dass außer den beruflich Tätigen in der Musik immer weniger Menschen Spaß und Freude am selber Musizieren haben, weil angeblich die vollendete, also manipulierte Studioaufnahme nicht erreichbar sei. Mit ihrer »klinisch-hygienischen« Technik hat sie aber das Erleben von Raumatmosphäre, die Fülle zufälliger Farbnuancen, unwillkürlicher Tempoabweichungen vergessen und damit nicht mehr erfühlbar gemacht. Das kann man aber nur in einem Konzert erfahren - als Zuhörer und noch intensiver als Mitglied eines Orchesters oder Chores. Es stellt sich die Frage, warum immer mehr Laien auf dieses Musikerlebnis verzichten. Sind es fehlende Anregung aus dem Elternhaus oder der Schule, ist es mangelndes Geld für die Anschaffung von Instrumenten oder Unterrichtnahme oder gar die irrige Annahme, einfach unbegabt zu sein? Viel wahrscheinlicher ist es die nicht genutzte Gelegenheit, der fehlende Mut, es doch einmal selbst zu versuchen. Und dazu bedarf es nicht einmal langer Lernzeiten, wenn man darauf verzichtet, einmal Starruhm erzielen zu wollen. Dabei kann jeder umgehend erfolgreich musizieren: mit der eigenen Stimme. Allein schon beim Singen kann man sehr schnell erfahren, wie viel anregender und befriedigender aktives Musizieren denn passives Rezipieren ist. Den Einstieg erleichtert das Mitwirken in einer musikalischen Gemeinschaft, einem Chor. Hier wird man mitgetragen, ohne auf das persönliche Musikerlebnis verzichten zu müssen. Und was wird gesungen? Der Städt. Musikverein pflegt die sogenannte E-Musik, wobei sich hinter »E« nicht nur ernste und traurige Werke verbergen. Jedoch exakte, also solche, deren Aufführung nicht dem Zufall, der augenblicklichen Eingebung überlassen werden. Lohn oft wochenlanger Bemühungen ist die mit anerkennendem Applaus der Zuhörerschaft bedachte öffentliche Aufführung eines großen Werkes der Weltliteratur. Das erzeugt in jeder Sängerin, in jedem Sänger eine Art unbeschreiblicher, mit Stolz gepaarter Hochstimmung, wie man sie kaum allein und bei anderen Gelegenheiten erfahren kann. Sich in gewohnter Umgebung musikalisch unterhalten lassen, ist angenehm und entspannend. Selber machen hingegen aber aufregender und letztlich befriedigender.

 

Also: Mitsingen – Freude bringen – Erfolg erringen!